image

    Robert sieht sich selbst als Katalysator für Strömungen, die aus der Entwicklung an den Markt kommuniziert werden wollen. Sein Team arbeitet agil, das kommt der Vielfalt im Marketing hart entgegen. Auf der Visitenkarte steht Marketing Manager, aber Titel legen wir bei Mayflower weit aus.

    Kontinuierlich neue Features umsetzen – will ich das?

    Die neue Produktdenke für nachhaltig bessere Software

    Es kommt eher selten vor, dass eine Software – einmal geschrieben – im Anschluss von der Projektagenda verschwindet. Pflege und Wartung gehört praktisch immer dazu und seien es nur gelegentliche Sicherheitsupdates. Selbst bei Legacy-Systemen führt selten ein Weg an gelegentlicher Weiterentwicklung vorbei, beispielsweise wenn neue rechtliche Vorgaben umzusetzen sind, oder die IT-Infrastruktur um neue Module ergänzt wird, die weiter verlässlich Daten mit der bestehenden Software austauschen sollen.

    Die Softwareentwicklung hat sich über die Jahre hinweg auf solche kontinuierlichen Prozesse eingestellt, agile Modelle unterstützen sie dabei, trotz immer neuer Anforderungen die Qualität auf hohem Niveau zu halten. Doch zeichnet sich in letzter Zeit eine ganz neue Entwicklung ab, die gerade für Unternehmen von Brisanz sein dürfte. Hier spielt der Endanwender eine entscheidende Rolle.

    Der wurde die letzten Jahre hinweg von der Industrie an immer kürzere Produktzyklen gewöhnt – alle zwei Jahre ein neues Smartphone, alle drei Jahre ein neues Auto und der Fernseher sieht nach fünf Jahren auch schon nicht mehr ganz taufrisch aus. "Neu ist besser" und verspricht mehr Convenience-Features, suggeriert die Werbung. Begleitende Payment-Modelle (zum Beispiel Abo statt Kauf) unterstützen den Zugang zur schönen neuen Konsumwelt. Die neue Herausforderung für uns Anbieter: die Endanwender erwarten heute eine fortwährende Weiterentwicklung – wenn nicht sogar kostenfrei nachgelieferte Produktupdates auch Jahre nach dem Kauf. Kommen wir ihren Ansprüchen nicht nach, ist der nächste Produktzyklus nur wenige Monate entfernt und die Kunden wechseln bei nächster Gelegenheit ihren Anbieter.

    Wer heute noch in Projekten denkt, frei nach dem Motto "Heute fange ich an, und in drei Monaten ist das fertig, dann muss ich nichts mehr investieren." - der wird unweigerlich vom Markt und den Ansprüchen seiner eigenen Kunden überholt werden.

    Gefragt ist also echte Innovationsfähigkeit. Je mehr diese ausgeprägt ist, um so sicherer kann man sich am Markt positionieren und frühzeitig auf die immer neuen Bedürfnisse seiner Anwender reagieren. Viele Unternehmen, die sich in wichtigen Kerndisziplinen auf ihre IT verlassen müssen, stellen die dafür nötigen kontinuierlichen Prozesse jedoch vor einen Paradigmenwechsel (zumal sich die Modelle aus der Softwareentwicklung nicht immer 1:1 auf den Rest des Unternehmens übertragen lassen). Was zählt ist ein permanenter Know-how-Austausch, Hand in Hand mit einer kontinuierlichen Entwicklung neuer Features bei gegebenen Ressourcen.

    Oder in der Kurzfassung: Unternehmen müssen aufhören in Projekten zu denken und damit beginnen ihre Software als Produkt zu verstehen. Nur so werden sie ihre Innovationskraft auf die Straße bringen und in guter bis besserer Qualität die steigenden Bedürfnisse ihrer Anwender zufriedenstellen.

    Wenn Sie die Seite weiterhin nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen

    The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

    Close