Scrum vs. Kanban

Für den Product Owner ist es wichtig zu verstehen, dass Kanban und Scrum zwei unterschiedliche Ansätze für das Projektmanagement sind und unterschiedliche Prinzipien und Praktiken haben. Obwohl Kanban ein nützliches Werkzeug zur Verwaltung und Verbesserung eines bestehenden Scrum-Prozesses sein kann, ist es kein direkter Ersatz für Scrum. Gleichwohl: Bei hohem Reifegrad können beide Ansätze voneinander profitieren!

Produktentwicklung ist nicht in Stein gemeißelt und je nach Reifegrad der Teams können Prozessanpassungen in Frage kommen. Ein typisches Szenario, wenn das Produkt eine gewisse Reife entwickelt und sich Routine eingeschlichen hat: Die Stakeholder sind nicht mehr richtig erreichbar, frei nach dem Motto “Ihr braucht doch nicht fragen (wir vertrauen Euch doch), Ihr sollt nur liefern.”

Das ist gut gemeint, führt aber doch zu Konflikten. Und das ist der Zeitpunkt, an dem Betroffene sich früher oder später die Frage stellen, ob sich der Scrum-Prozess nicht weiterentwickeln ließe. Und natürlich kommt schnell Kanban ins Spiel.

Aber ist das nicht ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen? Ist Kanban ein Ersatz für Scrum, oder vice versa?

Kanban vs. Scrum aus Sicht des Product Owners

Für den Product Owner ist es wichtig zu verstehen, dass Kanban und Scrum zwei unterschiedliche Ansätze für das Projektmanagement sind und unterschiedliche Prinzipien und Praktiken haben. Obwohl Kanban ein nützliches Werkzeug zur Verwaltung und Verbesserung eines bestehenden Scrum-Prozesses sein kann, ist es kein direkter Ersatz für Scrum. Gleichwohl: Bei hohem Reifegrad können beide Ansätze voneinander profitieren!

Wenn ein Team erwägt, von Scrum zu Kanban zu wechseln, sollte der Product Owner Folgendes berücksichtigen:

  • Objectives: Der Product Owner sollte die Ziele des Kanban-Prozesses und die Unterschiede zu Scrum verstehen.
  • Readyness: Das Team sollte bereit und in der Lage sein, den Kanban-Prozess zu übernehmen. Dies kann Trainings und Schulungen beinhalten, um sicherzustellen, dass jeder die Prinzipien und Praktiken von Kanban versteht.
  • Workflow: Der Product Owner sollte verstehen, wie der Kanban-Prozess den Arbeitsablauf handhabt und wie sich das Vorgehen von Scrum unterscheidet. Ein analytischer Blick auf den aktuellen Arbeitsablaufs und die Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten sind ein guter Anfang.
  • Metriken: Der Product Owner sollte verstehen, wie man Fortschritt und Leistung mithilfe von Kanban-Metriken wie Lead Time (Vorlaufzeit) und Cycle Time (Zykluszeit) misst.
  • Kommunikation mit Stakeholdern: Der Product Owner sollte überlegen, wie er die Änderung den Stakeholdern mitteilt und sicherstellen, dass alle beim Übergang zu Kanban mitmachen.

Insgesamt sollte der Product Owner den Übergang zu Kanban proaktiv vorantreiben und sicherstellen, dass das Team vollständig auf die Übernahme und den Erfolg des neuen Prozesses vorbereitet ist.

Was sind die relevanten Metriken bei Kanban im Vergleich zu Scrum?

In Kanban sind einige der relevanten Metriken:

  • Lead Time: Dies ist die Zeit, die eine Arbeit benötigt, um vom Beginn des Prozesses bis zum Ende zu gelangen. Es ist ein Maß dafür, wie lange es dauert, bis die Arbeit abgeschlossen ist.
  • Cycle Time: Dies ist die Zeit, die ein Werkstück benötigt, um eine bestimmte Phase des Prozesses zu durchlaufen. Es kann verwendet werden, um Engpässe zu identifizieren und den Arbeitsfluss durch den Prozess zu verbessern.
  • Durchsatz: Dies ist die Anzahl der Artikel, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgeschlossen werden. Es ist ein Maß für die Produktivität und kann verwendet werden, um Trends und Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren.
  • Work-in-Progress-Limit (WIP): Kanban verwendet WIP-Limits, um den Arbeitsfluss durch den Prozess zu steuern. Durch die Begrenzung der Menge an Arbeit, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt wird, können sich Teams auf die effizientere Erledigung der Arbeit konzentrieren.
  • Kumulatives Flussdiagramm: Dies ist eine visuelle Darstellung des Arbeitsflusses durch den Prozess. Es kann verwendet werden, um Trends und Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren.

In Scrum sind einige relevante Metriken:

  • Geschwindigkeit: Dies ist die durchschnittliche Anzahl von User Stories, die ein Team in einer Iteration abschließt. Es ist ein Maß für die Produktivität des Teams und kann verwendet werden, um vorherzusagen, wie viel Arbeit in zukünftigen Iterationen erledigt werden kann.
  • Burndown-Diagramm: Dies ist eine grafische Darstellung der in einer Iteration verbleibenden Arbeit. Es wird verwendet, um den Fortschritt zu verfolgen und potenzielle Probleme zu identifizieren, die sich auf die Fähigkeit des Teams auswirken können, die Arbeit abzuschließen.
  • Fehlerdichte: Dies ist ein Maß für die Anzahl der Fehler, die in einer bestimmten Codemenge gefunden werden. Es wird verwendet, um Trends und Verbesserungspotenziale im Entwicklungsprozess zu identifizieren.

Insgesamt unterscheiden sich die in Kanban und Scrum verwendeten Metriken leicht, wobei Kanban sich mehr auf Fluss und Durchsatz konzentriert und Scrum eher auf Geschwindigkeit und Fortschritt ausgelegt ist.

Schlüsselrolle Product Owner / Schlüsselqualifikation: Product Ownership

Wo das Produkt ausgereift ist und Scrum als Ansatz für komplexe Lösungen in einem komplexen Umfeld nicht mehr geeignet ist, kann ein Wechsel oder die Ergänzung mit Kanban der Product Ownership zugute kommen.

Consultig

Expertise: Unsere Berater in Sachen Product Ownership bringen eine Fülle von Kenntnissen und Erfahrungen ein, die helfen, Best Practices und Ansätze für das Management eines ausgereiften Produkts zu verstehen.

Neue Perspektive: Mayflower bringt eine objektive und frische Perspektive auf das Produkt und sein Management ein. Wir helfen dabei, Bereiche für Verbesserungen und neue Möglichkeiten zu identifizieren.

Prozessverbesserung: Wir arbeiten mit Dir zusammen, um Deine aktuellen Prozesse zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Dabei können bestehende Prozesse angepasst oder modifiziert oder neue Ansätze wie Kanban oder Lean eingeführt werden.

Stakeholder-Ausrichtung: Wir helfen Dir, die Bedürfnisse und Erwartungen Deiner Stakeholder besser zu verstehen und Dich an ihnen auszurichten, wodurch sich die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb Deiner Organisation verbessert.

Verfügbar, effizient und kostengünstig

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